Stromkosten Einsparungspotential am Beispiel der deutschen Industrie durch LENR Technologie

Der Stromverbrauch betrug in Deutschland im Jahre 2014 insgesamt 540,0 TWh. Davon entfielen 47%, also 253,8 TWh, auf die Industrie. Bei einem durchschnittlichen Industriestrompreis (inklusive Stromsteuer) von 15,32 Eurocent je KWh beliefen sich die Kosten der deutschen Industrie für Strom insgesamt auf 38,9 Milliarden Euro.

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Durch die Einführung von dezentraler LENR- Technologie (z.B. eines ECAT der Firma Leonardo http://ecat.com/ecat-products/ecat-1-mw ) ergeben sich für viele Branchen erhebliche Einsparungspotentiale von bis zu 25%.

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Gerade die CO2 intensive Metallerzeugung, die derzeit für die Fertigung noch auf fossile Energieträger angewiesen ist, könnte mit der Umstellung auf LENR-Strom eine Revolution erfahren, wobei in Schweden SSAB, LKAB und Vattenfall, die bereits ihren deutschen Braunkohletagbau verkauft haben und mit Elforsk https://sv.wikipedia.org/wiki/Elforsk direkten Zugang zu LENR Informationen haben, die Stahlproduktion in Schweden auf Strom umstellen werden http://www.ssab.com/GlobalData/News-Center/2016/04/04/05/32/SSAB-LKAB-and-Vattenfall-launch-initiative-for-a-carbondioxidefree-steel-industry , was der schwedischen Stahlindustrie und Vattenfall zeitlich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen könnte, der während der Umstellung vom derzeitigen Energiemarkt auf den zukünftigen LENR-Markt über das Fortbestehen von Unternehmen entscheiden kann.

Situation in Deutschland

Auch wenn sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen mittelfristig an die massiven Veränderungen durch LENR Technologie anpassen werden müssen, so stellt sich die Situation in Deutschland derzeit wie folgt dar.

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Also CO2 neutrale Technologie würde z.B. eine LENR 1MW ECAT Anlage der Firma Leonardo derzeit folgende Bedingungen vorfinden:

Technische gesehen handelt es sich bei 1MW ECAT Anlage um ein BHKW-Anlage. Die derzeitigen Netzbetreiber sind verpflichtet, eine BHKW-Anlage an ihr Stromnetz anzuschließen und den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom zu vergüten. Die Vergütung setzt sich zusammen aus dem Durchschnittspreis für Basislaststrom (Baseloadpreis) an der Leipziger Strombörse EEX, einem KWK-Zuschlag gemäß dem KWK-Gesetz sowie einem Netzentgelt für die dezentrale Einspeisung. Derzeitiger KWK Index 32,84 EUR/MWh. Diese Regelung wird sich bei einer erwartungsgemäß raschen Verbreitung von LENR Technologie nicht halten lassen und wird daher voraussichtlich entfallen und neu geregelt werden müssen.

http://www.eex.com/de/marktdaten/strom/spotmarkt/kwk-index#!/2015/07/01

Seit dem 1. Januar 2009 erhalten BHKW-Anlage die nach dem KWK-Gesetz außerhalb der öffentlichen Netze betrieben werden (autark) für den verwendeten Strom einen KWK-Zuschlag.  Am 19. Juli 2012 ist das neue KWK-Gesetz in Kraft getreten. So erhalten bspw. Mini-KWK-Anlagen, die vor dem 19. Juli 2012 angeschlossen wurden, eine Vergütung von 5,11 Cent/kWh, Anlagen die danach installiert wurden, erhalten nach dem neuen Vergütungsmodell einen Zuschuss von 5,41 Cent/kWh.
Auch diese Regelung wird sich bei einer flächendeckenden Umstellung auf LENR Technologie nicht halten lassen, könnte jedoch während der Umstellung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Blockheizkraftwerk#Auslegung

Hinzu kommt eine Besonderheit des deutschen Stromsteuergesetzes, denn Strom aus Anlagen mit einer elektrischen Nennleistung von bis zu 2 Megawatt, sind laut § 9 Abs. 1 StromStG von der Stromsteuer befreit, wenn er vom Anlagenbetreiber in einem räumlichen Zusammenhang zur Anlage verbraucht wird. Dieses würde z.B. ermöglichen zwei 1MW Anlagen z.B. ECAT der Firma Leonardo zu betreiben, ohne die sonst fälligen 2,05ct/kWh an den Fiskus entrichten zu müssen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromsteuergesetz_(Deutschland)#Steuerbefreiungen_und_Steuererm.C3.A4.C3.9Figungen

Wie aus der kurzen Darstellung ersichtlich wird,  werden bei einer wahrscheinlichen und weitgehenden Dezentralisierung der Energieversorgung in allen Bereichen, vor allem die derzeitigen Energieversorger in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Deren Vertriebsmargen bei z.B. Strom und Gas sind derzeit vergleichsweise hoch. Laut einer Studie der Wirtschaftsberatung LBD verdienen die Grundversorger im Privatkundensektor im Schnitt 134 Euro je Kunde beim Strom (3.500 kWh Jahresverbrauch) und bei Gas 196 Euro je Kunde (20.000 kWh Jahresverbrauch). Diese Margen würden praktisch entfallen und im Prinzip wäre das derzeitige Geschäftsmodell obsolet und außer Vattenfall scheint kein anderer Energieversorger sich dessen bewusst zu sein, was wahrscheinlich an einem nachlässigen Risikomanagement liegen wird, bei der disruptive Innovationen wie LENR Technologie einfach nicht berücksichtigt werden.

Zur Höhe des zukünftigen Strompreises konnte Andrea Rossi CEO der Leonardo Corporation auf Anfragen noch keine Angaben machen http://www.journal-of-nuclear-physics.com/?p=892&cpage=116#comment-1189687 unseren Berechnungen zufolge werden sich diese auf Grund der immensen monetären Vorteile von LENR in Bezug vor allem auf extrem geringen Rohstoffpreise und Transportkosten auf Grund der sehr hohen Energiedichte des LENR-Reaktortreibstoffs (sie Schaubild unten), so erheblich verringern, dass Stromkosten (und analog alle anderen thermischen Energieträgerkosten) praktisch als im Gesamtpaket enthaltender Faktor verschwinden werden (analog zur Flatrate bei Telefonie und Internetnutzung) und daher auch in der industriellen Produktion keine Rolle mehr spielen wird.

Für die heutigen Energieversorger deren Geschäftsmodell weitestgehend auf Energie-Rohstoffen und deren Verarbeitung aufbaut ergeben sich daraus große Herausforderungen, denen sich derzeit aus Sicht von The-New-Fire nur Vattenfall stellt.

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